Ein Wort weiter: gemeinsam eine kleine Herbstgeschichte bauen

Eine Geschichte, die niemand allein plantFür einen Oktoberabend reichen zwei oder mehr Personen und ein Blatt Papier. Ihr entwickelt gemeinsam eine kurze erfundene Geschichte. Es geht nicht darum, jemanden mit schwierigen Wörtern scheitern zu lassen, sondern aus unerwarteten Übergängen etwas Lesbares zu machen.

Schritt 1 Legt eine harmlose Ausgangslage fest Zum Beispiel findet jemand eine Mütze in der eigenen Küchenschublade. Verwendet erfundene Figuren und keine privaten Erlebnisse anderer Personen. Vereinbart vorab, dass unangenehme Themen jederzeit ohne Begründung übersprungen werden können.
Schritt 2 Jede Person ergänzt einen Satz Die erste nennt einen Gegenstand, die nächste muss ihn im folgenden Satz wieder aufnehmen und etwas Neues hinzufügen. Ein Satz pro Runde hält die Beiträge ähnlich groß. Korrigiert währenddessen nicht ständig den Stil der anderen.
Schritt 3 Nach drei Runden kommt eine Wendung Wählt eine kleine Überraschung statt einer Katastrophe: Die Mütze enthält einen Zettel, oder sie gehört einer völlig anderen Jahreszeit an. Die Wendung soll an etwas Vorhandenes anknüpfen, nicht sämtliche bisherigen Sätze bedeutungslos machen.
Schritt 4 Gebt dem Anfang eine neue Bedeutung Schreibt zum Schluss einen Satz, der den ersten Gegenstand noch einmal aufgreift. Er muss kein Rätsel vollständig lösen. Ein leiser Abschluss kann genauso funktionieren wie eine Pointe; stimmt gemeinsam ab, ob die Geschichte hier fertig ist.
Schritt 5 Lest erst jetzt als Ganzes Streicht Wiederholungen nur mit Zustimmung der Beteiligten. Gebt dem Text einen Titel und kennzeichnet ihn als gemeinsame Fiktion. Wenn ihr ihn teilt, fragt alle Mitwirkenden und veröffentlicht keine Namen ohne Einverständnis.
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